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1955-1977 Prof. Karl Bammert

1955 trat Gustav Flügel in den Ruhestand und von der Gutehoffnungshütte in Sterkrade wurde der 1908 in Neu-Ulm geborene Karl Bammert als ordentlicher Professor und Direktor berufen. Der „Lehrstuhl für Dampfkraftmaschinen“ war inzwischen in Zusammenhang mit einer durchgreifenden Neuordnung der Lehrgebiete als Folge der Kriegseinwirkungen in „Lehrstuhl für Strömungsmaschinen“ umbenannt worden. Der Lehrstuhl sollte die Gebiete Dampfturbinen, Kreiselverdichter, und die gerade in Entwicklung befindlichen Gasturbinen abdecken.

Karl Bammert studierte an der TH Karlsruhe und arbeitete danach hauptsächlich mit Verbrennungskraftmaschinen und Prüfständen bei der in Dortmund, Berlin und Bochum.Er ging dann zurück an die TH Karlsruhe und promovierte zum Dr.-Ing. Von 1940 bis zum Kriegsende arbeitete er in der Luftfahrtforschung in Braunschweig im Bereich Turbinen-, Verdichter- und Brennkammerentwicklung. Vom Kriegsende 1945 bis 1948 wurde er für die Royal Air Force und das Ministry of Supply in London dienstverpflichtet. Von 1948 bis zu seiner Berufung an die TH Hannover 1955 arbeitete er bei der Gutehoffnungshütte Sterkrade AG in Oberhausen in der Entwicklung und Konstruktion von Turbomaschinen. In diese Zeit fielen die Einführung der Axialverdichter und der Bau geschlossener mit Kohlenstaub gefeuerter Gasturbinenanlagen insbesondere für Heizkraftwerke. 1977 wurde er emeritiert. Er starb 1988.

1955 - 1962 Neubau des Instituts für Strömungsmaschinen

Zum Zeitpunkt der Berufung Karl Bammerts 1955 waren der Lehrstuhl und das Institut für Strömungsmaschinen auf fünf verschiedene Stellen des Geländes der Technischen Hochschule verteilt. Gustav Flügel soll ihm als ersten Arbeitsplatz scherzhaft die Stirnseite seines großen Schreibtisches angeboten haben. Der Bau eines neuen Institutes war neben dem Lehrbetrieb Bammerts zentrale Aufgabe nach seinem Amtsantritt. Für den Institutsneubau selbst wurden 1958 1,5 Mio. DM vom Land Niedersachsen bereit gestellt. “Herr Doktor Bammert wird seinerseits für die apparative Ausstattung des künftigen Institutes ohne Inanspruchnahme besonderer Landesmittel besorgt sein“, so lautete die Berufungsvereinbarung. Es gelang Karl Bammert, noch einmal mal fast das Sechsfache dieser Summe im Laufe der Zeit bei der Industrie und Forschungsinstitutionen einzuwerben für Investitionen in Maschinen und Versuchsstände des Institutes und zwar durch seine Leistungen in Forschung und Wissenschaft, seine Überzeugungskraft und seinen Mut

Bauphasen:

  • Sep. 1968 Baubeginn

  • 1960 Bürogebäude bezugsfertig
  • März 1962 Fertigstellung
  • 1968 Meßkabinen, Kühlturm
  • 1972 Meßkabinen Filterkammer
  • 1974 Meßkabine Turbine

Versuchsstände:

  • Ebener Gitterwindkanäle und Windkanäle,
  • Rotationssymmetrischer Gitterwind-kanal,
  • mehrstufige axiale Versuchsturbine,
  • mehrstufige axiale Versuchsverdichter,
  • radiale Versuchsverdichter,
  • Turboladerversuchsstände,
  • Kalibrierkanäle

    Versorgung: Druckluft bis 8 bar, bis 11 kg/s,
    Leonard-Gleichstrom bis 2,4 MW