Auslegung

Der Auslegungsprozess von Strömungsmaschinen ist in mehrere Schritte unterteilt die alle am TFD durchgeführt werden können. Einerseits, eine Vorplaung der Prozesskette, die Auslegung selber, Detaildesign, Simulation und die anschließende Konstruktion bis hin zur Ausfertigung von Prototypen.

Einsatzgebiete

  • Automatisierte Verbesserung von Strömungsmaschinen
  • Berücksichtigung von mehreren (auch gegenläufigen) Optimierungszielen
  • Untersuchung komplexer Zusammenhänge in der Maschinenauslegung

Beschreibung

Um Strömungsmaschinen, unter Berücksichtigung möglichst vieler Einflussgrößen, optimal auszulegen oder zu verbessern werden in den letzten Jahren verstärkt Optimierungsverfahren eingesetzt. Dabei werden die Erstellung (Parametrisierung) und Bewertung (Evaluation) eines Maschinenentwurfs automatisiert. Der Detaillierungsgrad der Evaluation kann entsprechend der Anforderungen gewählt werden. Der Maschinenentwurf kann mit einem vereinfachten Auslegungsmodell oder mit numerischen Simulationen evaluiert werden. Da numerische Strömungssimulationen sehr zeitaufwendig sind, werden Ersatzmodelle (engl. meta model, surrogate model) verwendet, um die Zahl der notwendigen Simulationen zu minimieren, ohne die Zahl der untersuchten Maschinenentwürfe unzulässig zu begrenzen.  Ersatzmodelle interpolieren das Betriebsverhalten von zuvor untersuchten Maschinenentwürfen, um im Optimierungsvorgang eine Vorauswahl zu treffen und unsinnige Entwürfe auszuschließen. Diese Datenbank wird während des Optimierungsvorgangs mit den aktuellen Ergebnissen erweitert und so das Ersatzmodell immer weiter verbessert.

Die automatische Bewertung des Maschinenentwurfs geschieht anhand zuvor festgelegter Optimierungskriterien (z.B. Wirkungsgrad, Pumpgrenzabstand, maximale mechanische Spannungen). Abhängig vom gewählten Optimierungsalgorithmus werden anhand bisheriger Ergebnisse neue vielversprechende Maschinenentwürfe erstellt. Die Freiheitsgrade in der Variation der Maschinenentwürfe werden durch die Parametrisierung festgelegt.

Als Ergebnis der Optimierung mit mehreren  Optimierungskriterien, wird ein Pareto-Optimum (engl. pareto front) gebildet. Das Pareto-Optimum ist eine Menge von Maschinenentwürfen die jeweils einen optimalen Kompromiss zwischen den Optimierungskriterien darstellen. Entsprechend der Gewichtung der Optimierungskriterien kann ein optimaler Maschinenentwurf ausgewählt werden.

Bild - Auslegungsprozesskette Bild - Auslegungsprozesskette Bild - Auslegungsprozesskette
Auslegungsprozesskette
Bild - Auslegung Bild - Auslegung Bild - Auslegung
Auslegung
Bild - Detaildesign, Simulation Bild - Detaildesign, Simulation Bild - Detaildesign, Simulation
Detaildesign, Simulation
Beispielfoto - Konstruktion Beispielfoto - Konstruktion Beispielfoto - Konstruktion
Konstruktion
Bild - Gefertigter Prototyp Bild - Gefertigter Prototyp Bild - Gefertigter Prototyp
Gefertigter Prototyp

Ansprechpartner

Markus Schödel, M.Sc.
Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
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An der Universität 1
30823 Garbsen
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310
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