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Die Röderturbine

1914 holte August Thyssen Karl Röder nach Mülheim/Ruhr. Dort entstand, ohne Inanspruchnahme von Lizenzen, die erste 3000-tourige Großturbine der Bauart Thyssen-Röder. Nachdem SSW die Maschinenfabrik Thyssen übernommen hatte, wurde Röders Turbinenbauart unter dem Namen SSW-Röder ein begehrter Exportartikel. Seine axiale Gegenlaufturbine wurde 1928 die erste brauchbare, hochwirtschaftliche Dampfturbine axialer Bauart. 1938 entstand dann die schnelllaufende axiale Überdruckturbine mit "atmenden Einbauten", welche als die Lösung des lange gesuchten Problems gelten kann. 

Die ehemals im Heizkraftwerk der Universität aufgebaute Versuchsturbine in Überdruckbauart von Röder befindet sich zur Zeit in aufgedecktem restauriertem Zustand im Ausstellungsbereich des Institutes. Sie enthält noch nicht die Röder zugeschriebene Bauweise der Leitschaufelträger („atmende Einbauten“), die hohe thermische Elastizität für schnelles Anfahren und steile Lastgradienten bewirkt.